Anna Engel von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe - Schlaganfallversorgung neu gedacht

Shownotes

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Service- und Beratungszentrum Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe Schulstraße 22 33311 Gütersloh

Telefon: 05241 9770-0 E-Mail: info@schlaganfall-hilfe.de Webseite: www.schlaganfall-hilfe.de

Servicezeiten: Mo., Di. und Do.: 9:00–15:30 Uhr Mi.: 9:00–17:00 Uhr Fr.: 9:00–12:00 Uhr

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00:00:01: Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt zu einer neuen Folge Let's Talk Mutmacher.

00:00:05: Heute habe ich die Anna Engel eingeladen.

00:00:07: Die arbeitet bei der Deutschen Schlaganfallhilfe.

00:00:11: Herzlich Willkommen.

00:00:12: schön, dass du da bist!

00:00:14: Vielen Dank für die Einladung.

00:00:15: schön, das sich hier sein darf.

00:00:17: Sehr sehr gerne.

00:00:18: Erzähl mal wie bist du überhaupt in den Job gekommen?

00:00:22: Das ist eine etwas längere Geschichte oder mit ein paar... Umwegen vorweg.

00:00:31: Also ich habe ursprünglich Physiotherapie gelernt, also hab meine Ausbildung als Physiotherapeutin gemacht und parallel dazu Therapie- und Gesundheitsmanagement studiert.

00:00:42: Hab dann auch erst mal in dem Bereich gearbeitet und ja ganz unterschiedliche Stationen auf meinem Weg irgendwie durchlaufen.

00:00:53: Mitfahren auf Lkws, um eine Arbeitsplatzanalyse von Lkw fahren zu schreiben und daraus ein Modul zu entwickeln.

00:01:00: Ja also es war auch wirklich verrückt muss man sagen.

00:01:03: aber sind in ne sehr coole Erfahrung bin ich dann mehr und mehr in den Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement, betriebliche Gesundheitsförderung eigentlich eingetaucht.

00:01:14: Hab dann auf Honorabasis bei einer Krankenkasse gearbeitet, Gesundheitstage organisiert die Auszubildenden geschult mit in unterschiedlichen Modulen Stressmanagement Präventionen usw.

00:01:28: Und irgendwann habe ich aber für mich gemerkt dass das nicht so der Bereich ist.

00:01:35: Also es hat Spaß gemacht, aber ich habe irgendwie noch mal gedacht, ich will nochmal was anderes, etwas Neues ausprobieren und hab mich dann doch nochmal für ein Master in Gesundheitswissenschaften im Bielefeld entschieden.

00:01:46: Ja und Bielefelde und Gütersloh ist ja nicht so weit.

00:01:49: also die Stiftung sitzt in Gütersloo und mein damaliger Freund hatte dort in der Ecke schon einen Job.

00:01:55: und dann habe ich gesagt naja jetzt kann ich mich ja nochmal irgendwie mit Masterabschluss umschauen und neu bewerben ausgeschrieben, also sie nennt sich Projektmanagement Rehana Sorge.

00:02:09: Und dann habe ich die Stellenanzeige gelesen und hab irgendwie... Ich weiß noch wie heute, ich hab meine Mama angerufen und gesagt, Mama, ich glaub das ist die Stelle, die ich haben möchte?

00:02:17: Ah!

00:02:19: Dann habe ich mich beworben und bin zum Bewerbsgespräch eingeladen worden in den Jahr zwei Tausend Zwanzig und dann hat es funktioniert.

00:02:27: und seitdem sitze ich jetzt In Gütersloh im Büro und ja, bin ganz zufrieden mit dem was ich dort tun darf.

00:02:37: Und es ist super abwechslungsreich und macht echt sehr großen Spaß!

00:02:41: Das hört sich wirklich an der Zette.

00:02:43: dieser Job nur auf dich gewartet gerade Reha-und Nachsorge das passt auch zu dem was du ursprünglich gelernt hast.

00:02:50: also Du kannst ja wirklich jährliches Wissen was du mal erworben hast auch da wieder super verwenden?

00:02:57: Auf jeden Fall... Also grade der Umgang mit Patienten und Betroffenen, jetzt insbesondere natürlich dann mit Betroffene nach Schlagernfall ist etwas was mir in meinem jetzigen Job auch zugutekommt weil ich irgendwie den Kontakte mit Betroffenenen und ihren Angehörigen noch aus meiner Physiozeit kenne.

00:03:16: Und den Job auch immer super gerne gemacht habe.

00:03:20: also irgendwie ja, dieses Helfer-Syndromen was man natürlich auch therapistisch nach sagt.

00:03:26: Ich glaube da darf ich mich auch nicht von frei machen und das ist auch absolut in Ordnung!

00:03:32: Und jetzt habe ich diesen Kontakt aber so ein bisschen aus einer anderen Perspektive.

00:03:37: also jetzt versuche ich eher Anversorgung mitzuarbeiten, mitzugestalten sprich da einfach für Betroffene und die Angehörigen den Weg wieder ein bisschen anders zu ebnen, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Gütersloh aus den unterschiedlichen Projekten.

00:03:56: Und auf den unterschiedlichem Ebenen kommen wir sicher auch nochmal drauf was die Stiftung macht, was wir an Projekte und Angeboten für die betroffenen Familien haben.

00:04:07: aber dieser Kontakt mit Betroffenen.

00:04:11: Den habe ich weiterhin jetzt eben aus einer anderen Perspektive, ich telefoniere in unserem Service- und Beratungszentrum zum Teil mit bei Veranstaltungsformaten dabei wo eben auch betroffene oder die für Betroffende angeboten werden.

00:04:24: dadurch habe ich halt immer wieder den Kontakt aber nicht mehr eins zu eins als Therapeuten an der Bank.

00:04:30: das ist schon auf jeden Fall der große Unterschied.

00:04:33: so vorher

00:04:34: Aber trotzdem auch schön weil du kannst trotzdem ja auch was bewirken.

00:04:38: Auf jeden Fall und das war auch immer mein Wunsch.

00:04:41: Das war auch, als ich die Stelle angetreten habe, mein Wund.

00:04:44: Das hab' ich auch relativ klar kommuniziert dass sich einfach weiterhin wirken und bewirken möchte.

00:04:51: eben dann aus der ja einfach aus der anderen Perspektive Und das ist auch nach wie vor ein super schönes Gefühl.

00:04:59: und wenn man so einen Beratungsgespräch am Telefon beendet hat und irgendwie am Ende jemand sagt Danke, dass Sie mir die Informationen gegeben haben.

00:05:08: Danke, das Sie mir zugehört haben!

00:05:10: Dann ist es schon wahnsinnig viel wert und dann ist auch jeder Feierabend irgendwie anders schön je nachdem für und mit wem man dann auch an dem Tag gearbeitet hat.

00:05:20: also sei jetzt die Sanitätshäuser, die ich ja schwerpunktmäßig in meinem Projekt betreue aber eben auch wenn ich dann im Beratungszentrum mit unterstütze... Also das mache ich natürlich nicht.

00:05:32: Also in meiner Haupttätigkeit dafür haben wir Kolleginnen und Kollegen, die das in ihrer Haupttäglichkeit machen.

00:05:39: Aber manchmal unterstützen wir aus dem Inhalt mit Experten-Sprechstunden oder eben einfach um mal dabei zu sein weil es auch ganz schön ist da nochmal ja das Wissen mit reinzubringen und von daher ist das halt einfach sehr vielfältig.

00:06:00: Ganz gutes Gefühl am Abend, also auf jeden Fall sind Stiften da top und nachdem habe ich damals gesucht.

00:06:06: Und den hab' ich bei der Stiftung auf jeden fall gefunden.

00:06:08: Na

00:06:08: ist das schön!

00:06:10: Du hast es eben schon ein bisschen angesprochen.

00:06:12: Dein Alltag sieht eigentlich jeden Tag anders aus?

00:06:16: Ja... Also lass dich jetzt heute Im Homeoffice bin, war in den letzten Wochen muss ich sagen relativ wenig.

00:06:27: Weil ich als Superfiel unterwegs bin auch also ich hatte der gar schon kurz angesprochen.

00:06:31: mein Schwerpunktprojekt ist die Qualifizierung von Sanitätshäusern deutschlandweit.

00:06:36: das heißt die Stiftung qualifiziert Häuser Die Häuser bekommen ein Qualitätssiegel Das nennt sich Hilfsmittelberatung nach Schlaganfall.

00:06:44: und um dieses Siegel zu erlangen gilt es bestimmte Kriterien zu erfüllen.

00:06:49: Und ein Kriterium ist unter anderem auch, dass man eine Schulung durchläuft in sogenannten Fachberaterneurologie mit Schwerpunktschlaganfall.

00:06:57: Und dieses oder dieser Schulungswoche nehme ich dann selber auch Teil Unterrichte zum Teil auch selber bin aber eben auch dann so'n bisschen als, ich sag mal Head-of seitens der Stiftungen dabei weil wir Partner haben die das ganze Tiny-Man Management übernommen haben irgendwann, weil es halt einfach schon sehr umfänglich ist.

00:07:17: und Neben dieser Schulung ist dann ein weiteres Kriterium, dass ich die Häuser eben vor Ort besuche und mir dann die aufgeführten Kriterien oder die von der Stiftung entwickelte Kriterie vor Ort abnehme.

00:07:30: Und dadurch tingel ich quasi so ein bisschen durch Deutschland und schauen wir dann die unterschiedlichen Häuser an lerne super viel, lerne auch immer wieder neu.

00:07:40: also weil nicht jedes Sanitätshaus ist gleich, die Schwerpunkte sind unterschiedlich.

00:07:45: Die Menschen, die dort arbeiten, sind unterschiedliche und es ist eine sehr große Bereicherung.

00:07:50: ich bin sehr dankbar dass sich dieses Projekt übernehmen durfte.

00:07:53: da muss ich auch dazu sagen das war nicht von Anfang an so.

00:07:55: ich war am Anfang eher etwas skeptisch und dachte hm ich habe damit jetzt noch nicht so viele Berührungspunkte, nicht so viel Erfahrung als Therapeutin.

00:08:03: also da haben Ergotherapeuten deutlich mehr Kontakt auf was das Thema Hilfsmittel angeht.

00:08:08: das hatte ich nicht Aber ich bin da reingewachsen und habe das immer mehr irgendwie für mich entdeckt.

00:08:17: Und hab eben auch den ganz großen Vorteil in der Zusammenarbeit zwischen oder für die Hilfsmittelberatung nach Schlaganfall, dass das Therapeuten mit Sanitätshäusern zusammenarbeiten müssen – und hier liegt die Betonung wirklich auf Müssen sowie viele weitere Professionen, die ja dazu kommen!

00:08:38: Und den großen Mehrwert, denen eben ein Sanitätshaus auch für Betroffene und ihre Familien bietet.

00:08:44: Also da steckt so viel Lebensqualität die wieder zurückgegeben werden kann.

00:08:49: Das kennst du ja sicherlich aus eigener Erfahrung und ich finde das ist für die Familien einfach eine Norma zu gewinnen wenn sie einmal da wirklich an einem gutes Haus mit guter Versorgung geraten sind weil es ist nun mal leider so dass eine Hilfsmittelberatung noch Schlaganfall auch lange dauern kann.

00:09:08: Also klar können Hilfsmittel auch abtrainiert werden, wenn es in Kombination auch gut funktioniert, wenn mit dem Hilfsmittel auch gearbeitet wird und immer wieder geschaut wird.

00:09:19: Passt das Hilfsmittel?

00:09:20: Auch müssen wir das anpassen!

00:09:21: Wenn die Therapeuten einfach mit drauf schauen so wie's ja zum Beispiel auch bei Lettermann mit der angeschlossenen Physiotherapie... Der Fall ist da merkt man schon dass das einfach ein großer eine große Win-win Situation auf beiden Seiten ist, wenn die Professionen einfach interagieren und da in einem Strang ziehen.

00:09:43: Und das merken auch die Familien und darauf legen wir in dem Projekt eben auch Wert.

00:09:48: also das Thema Interprofessionalität, Netzwerken... Also jetzt nicht nur mit den Professionen, die ich gerade angesprochen habe sondern da gehört hier ein großes Konglomerat dazu, die einfach noch Einfluss auf die Versorgung nehmen können, also natürlich die behandelnden Ärzte, Fachärzte, Hausärzte weitere Therapieberufe.

00:10:08: Ich hatte gerade die Ergotherapeuten angesprochen aber natürlich auch Logopäden, Ernährungsberatungen, aber auch das Thema Neuropsychologie auch wenn das jetzt direkt kein Heilmittel ist.

00:10:18: dennoch haben auch Neuropsychologen ja können die Betroffenen in unterschiedlichen auch was den kognitiven Bereich angeht Fragestellungen unterstützen Und Pflegestützpunkte, die Pflegedienste.

00:10:34: Also da sind ja einige Ambersorgungsprozess beteiligt und die versuchen wir auch in den Prozessen mit einzubinden.

00:10:42: Das ist auch Aufgabe der Sanitätshäuser sich da das Netzwerk eben aufzubauen.

00:10:47: Das heißt ihr wollt diese interdisziplinäre Arbeit auf jeden Fall unterstützen und fördern?

00:10:52: Und das ist noch ein bisschen so einen Alleinstellungsmerkmal wenn ich das jetzt richtig verstanden habe dass es noch nicht jedes Sanitätershaus hat

00:11:01: Genau, also das ist schon was, worauf wir Wert legen.

00:11:04: Deswegen haben wir auch ein eigenes Schulungsmodul.

00:11:06: Das nennt sich Interprofessionalität und Netzwerk.

00:11:09: Also genau um da eben stärker auch den Häusern etwas mit an die Hand zu geben, Fallbesprechungen mal als Beispiel genannt, Hospitation in anderen Fachbereichen.

00:11:22: Da versuchen wir schon die Häuser ein Stück weit an die hand zu nehmen, ihnen Werkzeuge zu geben.

00:11:29: Wir haben jetzt gerade über das große Netzwerksprich interfusionell im übergeordneten Kontext, also mit anderen Fachdisziplinen gesprochen.

00:11:37: Was aber auch Alleinstellungsmerkmal glaube ich ist, auch an dieser Schulung, dass wir vor allem erstmal versuchen innerhalb des Hauses die Fachbereiche zu vernetzen, sprich Reatechnik oder Bedietechnik und Schutechnik, Homecare, Fachhandel, all die Disziplin, um den betroffenen Tummeln, sag ich mal.

00:11:58: Dass wir versuchen, dass die auch erst einmal stärker ins Miteinander arbeiten kommen, das sich auch weiß was bieten wir als Sanitätshaus denn eigentlich an?

00:12:08: Also welche Fachbereiche deckten wir ab?

00:12:11: Wenn ich einen Rollstuhl habe und ich brauche eine passende Lageung dazu dann überlege ich kann nicht die Homecare mit einbeziehen, dass wir nochmal in einem guten Kissen arbeiten, das Pflegebett, die passende Matratze gemeinsam auswählen und Lagerungshilfsmittel.

00:12:30: Die wir dann der Familie noch an die Hand geben können, dass ich vielleicht von so wie ich als Therapeuten es noch von Haus besuchen kenne wirklich das mit irgendwie Decken- und Kissen gearbeitet wird.

00:12:42: Das ist da vielleicht auch ich sag mal was professionelleres gibt, was sich den Familien anbieten kann.

00:12:51: Auch für pflegende Angehörige Thema irgendwie ein Stück weit erleichtert wird, dass sie besser damit umgehen können.

00:12:59: Dass ihnen die Homecare mit Mitarbeitenden in Schulungen vielleicht auch noch mal ein bisschen Knips und Tricks an die Hand geben wie ich im häuslichen Umfeld die Versorgungssituation verbessern kann.

00:13:13: also all das ist eben auch was worauf wir versuchen zu achten und wo wir eben in den Schulungsmodulen Wert legen, dass das mit gefördert wird und dass eben der Betroffene also der Mensch im Mittelpunkt steht.

00:13:32: Die Familie.

00:13:32: und dass wir versuchen da um dieses Konstrukt irgendwie was anzubieten, was dann auch die Familie entlasten kann und zwar wirklich entlastend kann.

00:13:46: Und das versuchen wir dann wiederum aber auch nicht nur mit diesem Sanitätshausprojekt, sondern dann kommen auch andere Projekte der Stiftung ins Spiel die wir natürlich dann auch entsprechend schulen dass die Häuser das wissen und auch wissen was sie dann wenn sie auf die Stiftungen weisen was da eben noch angeboten werden kann.

00:14:03: weil ganz oft ist es eben diese Unwissenheit bei Betroffenen Was steht mir eigentlich zu, was gibt es?

00:14:10: Hat mir das überhaupt schon mal jemand erklärt und dass ist einfach wichtig.

00:14:14: Dass es da Institutionen wie jetzt ein Sanitätsausgibt die dann darüber Bescheid wissen, darauf legen wir Wert.

00:14:21: Die können Infomaterial rausgeben dazu sind sie eben auch angehalten, das zu tun auf Veranstaltung der Stiftung hinzuweisen, dass man da immer stärker zusammenwächst in Kooperation.

00:14:35: Sechseinhalb Jahren bin ich bei der Stiftung so.

00:14:37: In dieser Intensität machen wir das, würde ich sagen seit knapp vier Jahren.

00:14:41: also nach Corona ist es dann so richtig losgegangen weil wir dann ja auch erst wieder rausfahren konnten.

00:14:48: und ja das ist schon was wo wir auch versuchen Netzwerke zu schaffen natürlich auch mit anderen Sanitätshäusern.

00:14:56: Wir haben Qualitätszirkel zweimal im Jahr in Präsenz, zweimal online.

00:15:00: Wir haben uns erst letzte Woche Ich bin in der Nähe von Stuttgart getroffen, tatsächlich mit den qualifizierten Häusern aus ganz Deutschland um da auch wieder Input zu geben.

00:15:13: Wir waren bei der FEMA-Kubivent.

00:15:15: Es ging um Lagerungshilfsmittel.

00:15:16: deswegen kam ich da eben drauf weil das ganz gut passte und wir haben Unternehmensrundgang gemacht.

00:15:22: also Da versuchen wir als Stiftung schon immer dann auch Angebote für alle qualifizierten Partner zu schaffen, dass die auch vor Ort untereinander in den Austausch kommen.

00:15:31: Dass sich auch da Netzwerke stärker bilden.

00:15:33: also das ist wirklich die Rolle der Stiftungenetzwerk eigentlich so.

00:15:37: Das ist Netzwerk und Unterstützung.

00:15:40: oder um aus dem Netzwerk die Unterstützung für die Familien anzubieten, sodass das einfach gut funktioniert.

00:15:48: Wie kommt der Kontakt überhaupt zustande?

00:15:49: Kann ich als Sanitätshaus mich quasi bei euch melden und sagen, hallo!

00:15:53: Ich bin hier.

00:15:53: Ich möchte gerne ein zertifiziertes Sanitäthaus werden oder kommt ihr auf das Sanitäthaus zu und sagt so jetzt seid ihr dran Jetzt machen wir euch mal richtig stark in dem Thema und zeigen euch wie es geht.

00:16:06: Nee tatsächlich also... Ich mache das jetzt schon einige Zeit.

00:16:09: Tatsächlich sind bisher die Häuser immer auf uns zugekommen.

00:16:14: Der Weg dahin ist ganz unterschiedlich, manche haben es von anderen Sanitätshäusern erfahren oder über die sozialen Medien.

00:16:22: Andere haben uns auf der Messe – wir waren jetzt auf der OT World beispielsweise in Leipzig oder auch letztes Jahr auf den größeren Messen mit einem Stand vertreten und haben entweder da auch Vorträge gehalten oder die kamen einfach zum Stand und sind mit uns ins Gespräch gekommen.

00:16:39: Andere haben es schlecht weggegoogelt und sind dann auf die Internetseite von uns gestoßen.

00:16:47: Also, die Wege dahin sind wirklich unterschiedlich aber bisher mussten wir quasi noch kein Haus irgendwie so direkt anfragen.

00:16:58: das war mal ganz vereinzelt wenn wir gesagt haben in der Region würden wir gerne ein Haus qualifizieren.

00:17:10: Super selten.

00:17:10: Also es ist wirklich, hat sich irgendwie rumgesprochen um's vielleicht mal so auszudrücken und es ist natürlich total schön weil es sich weiter trägt.

00:17:21: die Stiftung wird aber auch nicht.

00:17:24: ja bis ich sag jetzt mal ins Messliche Häuser qualifizieren.

00:17:29: also ganz klar Qualität vor Quantität Da darf ich, glaube ich auch an der Stelle sagen.

00:17:35: Also es geht um ein Qualitätssiegel Es geht darum die Qualität dann auch in den schon qualifizierten Häusern eben hochzuhalten Auch weiter Schulungsangebote zu machen Die Qualitätzirkel weiter auszubauen und da mehr Wert im Inhaltlichen zu schaffen.

00:17:56: Das ist uns einfach ganz wichtig.

00:17:58: Natürlich ist eine Flächendeckung auch ein Ziel.

00:18:02: da arbeiten wir auch gerade dran, dass man eben schaut ja das dass wir da deutschlandweit ganz gut aufgestellt sind wirklich von in der nord-süd und ostwest ausdehnung.

00:18:13: Und das ist auf jeden fall schon so.

00:18:15: auf unserer internetseite kann man sich anschauen welche häuser qualifiziert sind.

00:18:19: Da haben wir einen in der fülder funktion ein button auch dafür eingerichtet.

00:18:23: wer sich dafür interessiert kann einfach gerne mal drauf schauen.

00:18:27: also

00:18:28: Und dann kann man sich auch gezielt einen Sanitätshaus in der Nähe suchen, wenn man betroffen ist.

00:18:33: Genau!

00:18:34: Jetzt hat er ja das...

00:18:35: Da kann man

00:18:35: die Passlatzerlein geben und findet dann das Haus entsprechend in seiner Nähe oder im Umkreis.

00:18:41: also Im Scheife muss man auch ein bisschen fahren.

00:18:44: Das ist nun mal so.

00:18:46: ich meine du kennst es?

00:18:47: Oder ihr kennt es ja auch.

00:18:49: Dann nimmt man auch eine Fahrzeit in Kauf Wenn man einfach qualitativ gute versorgen will.

00:18:54: aber die Häuser bieten mir auch Hausbesucher an.

00:18:57: mit ihren Außendienstländer muss man dann einfach, wenn man sich ein Haus ausgesucht hat, einfach ins Gespräch gehen und schauen was eben möglich ist.

00:19:06: Jetzt habt ihr das Sanitätshaus Lettermann und auch das Kriegersanitätshaus schon ausgezeichnet?

00:19:11: Du hast mal aufgeführt, was als Kriterien zählt.

00:19:14: also einmal diese Schulung Und ganz wichtig natürlich auch die interdisziplinäre Arbeit.

00:19:19: aber was muss ein Sanitätershaus noch alles leisten um überhaupt ausgezeichnt zu werden?

00:19:25: Also wir fangen quasi immer so ein bisschen am Anfang des Versorgungsprozesses an.

00:19:29: Das ist natürlich auch etwas, was über die Präqualifizierung der Häuser schon abgedeckt wird.

00:19:33: aber das erste Kriterium und das sieht man dann auch wenn wir eben den Unternehmensrundgang machen ist ja das Thema Barrierefreiheit.

00:19:40: also kann nicht das Haus, wenn ich zu dem Haus hinfahren möchte, Rollifahrer als Personen gegebenenfalls mit einschränken, kann ich das erreichen.

00:19:51: Das ist immer so.

00:19:52: das Kriterium was vorne weg steht.

00:19:54: Das es natürlich bei jedem Haus erfüllt.

00:19:56: aber es ist tatsächlich so dass es uns wichtig war den wirklich dem gesamten Prozess auch für die Betroffenen abzubilden und da gehört das Erreichen des Hauses natürlich im ersten Schritt dazu.

00:20:09: Und dann hattest du es gerade schon kurz angesprochen, das Thema Personalqualifikation genau.

00:20:14: Das ist der Fachberater aus den unterschiedlichen Fachbereichen Reha, OT, Homecare sofern die Fachbereiche auch alle vorhanden sind, wenn es uns vollsortimenter ist dass sie vorhande sind und im nächsten Schritt natürlich einzelne Mitarbeiter aus diesen Fachbereichens geschult sind.

00:20:33: Wenn ich den Fachbereich nicht unbedingt Abdecke, dann ist es auch möglich das über eine Kooperation zu tun.

00:20:39: Das muss dann auch bei einer Begehung vorgewiesen werden.

00:20:43: und weil es uns wichtig ist den Betroffenen möglichst wenn sie alle Fachbereiche benötigen dass die da noch alles angeboten bekommen im Sinne einer ganzheitlichen Versorgung.

00:20:58: D.h.,

00:20:58: der Betroffene sich Zum Beispiel, wenn die Homecare im Haus nicht vorhanden ist.

00:21:04: Dass sie sich nicht noch irgendwie durch telefonieren müssen sondern dass Sie dort sitzen das ganz klar gesagt wird hier ist ein Ansprechpartner.

00:21:11: Dahin können Sie sich wenden?

00:21:15: Dann nimmt jemand das Telefon ab dann müssen Sie sich nicht nach Durchfragen weil oft es ja so da gibt's so viele Themen die schlagernfall betroffene Familien zu händeln haben.

00:21:26: Da ist es gut wenn man dann sagt mal kurze Wege hat und vielleicht einen anbrichtet.

00:21:31: Also

00:21:32: das ist

00:21:32: uns wichtig und deswegen legen wir da eben auch Wert drauf.

00:21:36: Dann geht es darum, dass einmal der Versorgungsprozess mir vorgestellt wird.

00:21:42: Das hat aber oft auch den Hintergrund, dass die Häuser selber für sich noch mal reflektieren wie läuft das denn eigentlich bei uns?

00:21:48: Was haben wir aus den Schulungen mitgenommen?

00:21:51: Auch aus dem Modulen, Netzwerk, Fallbesprechung

00:21:55: usw.?

00:21:57: Wie können wir da auch intern noch besser zusammenarbeiten?

00:21:59: Also es ist auch immer so ein bisschen reflektieren der eigenen Prozesse und Strukturen.

00:22:04: Und das klappt echt gut, weil oft wird dann nochmal so'n blank-Prozess genommen Es wird nochmal sich zusammengesetzt und runtergeschrieben und überlegt Weil dann sieht man oft Stellschrauben an denen ich drehen kann wo ich vielleicht auch Prozisse verbessern kann.

00:22:20: Im zweiten Schritt soll das Ganze auch noch mal für Betroffene abgebildet werden, wenn die Dyssanitätsausverlassen, dass sie so eine kleine Karte mitnehmen können.

00:22:27: Wo drauf steht okay?

00:22:29: Das sind die nächsten Schritte, die jetzt anstehen im Versorgungsprozess.

00:22:34: Dass erleichtert dem Haus ein Stück weit, dass Sie zugängige Fragen vielleicht nicht immer häufig oder häufiger beantworten müssen, sondern dass man dann auf die Karte verweisen kann ist aber jetzt nicht das Hauptkriterium, warum man das macht.

00:22:53: Dass man irgendwie Anruferzahlen da minimieren durchminimieren kann.

00:22:57: Darum geht es in dem Sinne gar nicht, sondern dass man vor allem den Betroffenen einfach so ein bisschen gerade in diesem komplexen Versorgungsprozess der Hilfsmittelberatung wie ich finde oder Hilfsmittelversorgen, dass man da was hat, was man anbieten kann um auch zu zeigen wo stehen wir gerade auf dem Weg und was sind die nächsten Schritte?

00:23:20: Rezept besorgen oder gegebenenfalls nochmal eine Rückfrage beim Arzt stellen, Rezept ändern lassen übernehmen manchmal auch die Häuser je nachdem.

00:23:31: Also da einfach den die Familien stückweit mit zu begleiten und die nächsten Kriterien sind dann oder das was bei der Versorgung tatsächlich noch wichtig ist so das Thema Infomaterial, also sprich dass die Familien auf die Stiftung hingewiesen werden mit Materialien der Stiftungen versorgt werden aber natürlich das die Sanitätshäuser vielleicht auch eigene Materialien haben.

00:24:03: Viele haben im Zuge der Qualifizierung so Art Neuroflyer erstellt einfach um nochmal anzubieten was im Haus ist und zu zeigen wer Ansprechpartner ist entsprechender Telefonnummern E-Mail Adressen hinterlegt Familien das auch wieder mit an die Hand zu geben, dass man einfach nochmal so eine Übersicht hat.

00:24:25: Und dann geht es natürlich auch um die Qualität der Beratung.

00:24:29: Dazu hat die Stiftung Fragebürgen erstellt, die dann ausgehennigt werden über die Häuser an die Betroffenen, um eben auch zu schauen Hilsmittelberatung nach Schlaganfall sind mir verschiedene Modelle des Hilsmittels vorgestellt worden ist das Sanitätshaus Entsprechend für mich erreichbar.

00:24:47: Und das in natürlich Qualitätskriterien, die kann weder das Haus noch die Stiftung beantworten?

00:24:51: Das muss der Betroffene selber tun und deswegen haben wir dann diesen sogenannten betroffenen Fragebogen erstellt, der dem Seinitätshäusern vorgestellt wird.

00:25:01: einmal, dass sie auch wissen worum geht es da und dass die Mitarbeitenden, die bei den Patienten zu Hause sind oder eben in der Beratung vor Ort im Haus, dass sie die dann entsprechend aushändigen können.

00:25:15: Und das letzte Kriterium, das uns eben ganz wichtig ist, was jetzt ja auch schon mehrfach durchgeklungen ist, es ist das Thema Netzwerkarbeit.

00:25:23: und da erstellen die Häuser einen sogenannten Netzwerkbericht und sowohl was das innerhalb des Hauses angeht also internes Netzwerk haben wir Neuroteams etabliert, treffen wir uns da regelmäßig um uns auszutauschen.

00:25:39: Um vielleicht auch Veranstaltungen zu planen aber um vielleicht auch nochmal Prozesse zu optimieren und dasselbe dann auch ins Externe.

00:25:46: also machen wir mal eine Veranstaltung lagen Ärzte, Therapeuten ein Machen wir einen Infotag Sprechstunden vielleicht in Kliniken In Einrichtung.

00:26:00: Was bieten wir an?

00:26:01: Um uns da eben auch extern zu vernetzen.

00:26:05: Und natürlich gilt am Ende immer die Freilessungsabbringer, weil das ist klar.

00:26:09: Nichtsdestotrotz ist es natürlich immer gut wenn man da Informationen schon mal auch an die Hand bekommt durch eben einen qualifizierten Partner vor Ort den ich dann auch mal schnell fragen kann, wenn ich Unterstützung brauche

00:26:25: Werden die Sanitätshäuser dann noch mal regelmäßig überprüft oder sind sie einmal zertifiziert, immer zertifiiert?

00:26:31: Weil es kann ja auch sein dass die Leistung nachlässt.

00:26:33: Hoffen wir nicht weil wir wollen eine ganzheitliche Verzorgung gewährleisten aber man weiß das gar nicht.

00:26:39: Genau also ist es so dass die Häuser nach der Vorortbegehung für ein Jahr qualifiziert werden genau aus dem Rund was du gerade gesagt hast.

00:26:48: Also man schaut erstmal wie es ist in der Kooperation passen.

00:26:54: Leistung ist jetzt so ein hochgegriffenes Wort.

00:26:58: Ich würde sagen, man ja genau ein Stück weit vielleicht passen die Angebote zu dem was wir uns als Stiftungen und was wir mit diesen Kriterien vorstellen und wünschen.

00:27:11: Die Teilnahme an den Qualitätszirkeln ist verpflichtend.

00:27:14: sprich Wir schauen im ersten Jahr einfach wie es ist von der Zusammenarbeit Und in der Regel werde ich dann neun oder zehn Monaten, also vor Ablauf quasi der Siegelgültigkeit dann auch gefragt.

00:27:32: Anna wir würden jetzt mit dem Qualitätsbericht für die Requalifizierung, die da nämlich für zwei weitere Jahre ausgestellt wird, würden wir starten und das spricht natürlich dann aus meiner Perspektive nichts gegen.

00:27:51: Es gibt, wir haben eine Kooperationsvereinbarung.

00:27:53: Da steht es dann auch noch mal drin dass man nach acht oder neun Monaten nochmal ein Gespräch dafür auch einfordern kann.

00:28:02: ich glaube von diesem Gespräch habe ich also Ich kann das natürlich umgekehrt auch vor diesem Gesprächen hab ich bisher einmal gebraucht gemacht weil in der Regel fangen die Häuser von alleine an ihre Qualitätsberichte für die Rekwalifikation zu erstellen und dann werden sie entsprechend fristgerecht bei mir eingereicht Prüfen wir die und dann wird eben ein neues Qualitätssigel für zwei weitere Jahre ausgestellt.

00:28:26: Aber auch hier wird nach einem Jahr wieder der Netzwerkbericht verlegt, das heißt, nach dem ersten Jahr der Rekwalifizierung wird der Netzwerkbericht bei mir eingerechnet.

00:28:36: Dann gucken wir einmal zurückliegend was habt ihr euch quasi für das erste Jahr der Requalifizierungen vorgenommen?

00:28:43: Und ist das umgesetzt worden?

00:28:45: an Themen Kontaktaufnahme zu Selbsthilfegruppen zu einer bestimmten Klinik oder Therapiepraxis, oder eine Veranstaltung anlässig des Weltschlagernfalltags oder Tags gegen den Schagernfall.

00:28:58: und dann dasselbe nochmal perspektivisch quasi was nehmen wir uns für das zweite Jahr der Qualifizierung vor?

00:29:05: Oder die Rekwalifikation.

00:29:06: Und so baut sich dieser Netzwerkbericht auf und nach zwei Jahren wird wieder der Qualitätsbericht reichend und so ist es ein fortlaufender Prozess.

00:29:16: also deswegen haben wir da schon immer Ein Auge drauf, ein sehr gutes Auge darauf dass eben die Qualität möglichst beibehalten wird und dann entsprechend die Kriterien und die Standards die vorgegeben sind auch weiterhin erfüllt werden.

00:29:33: Das ist ja auch nur sinnig für das Sanitätshaus ne?

00:29:35: Das Sanitäthaus möchte natürlich auch den Menschen bestmöglich gut versorgen und wenn sie das in allen Bereichen machen können ist es natürlich auch für das Gut.

00:29:50: Eben und dann sollen sie sich auch mit solch einem Qualitätssiegel auszeichnen lassen, also wenn dann die entsprechenden Kriterien so vorgehalten werden können und die Qualität angeboten werden kann, dann freuen wir uns ja um Unterstützer aus den Häusern, die das dann entsprechend so anbieten.

00:30:17: Diese Gemeinschaft wächst eben und ja, weil ich jetzt gerade vom Qualitätszirk gekommen ist das immer auch einfach ganz schön.

00:30:24: Weil man da dann einfach nochmal alles so gemeinsam sieht und eben auch sieht wie ein Netzwerk auch im Miteinander also zwischen den Häusern wächst Und dass es richtig schön auch den Austausch untereinander zu sehen.

00:30:38: Ich sage schon manchmal Ich brauche euch hier inhaltlich gar nicht so viel anbieten, sondern ich mache die Tür zu, stelle ein bisschen Kaffee und Snacks bereit.

00:30:46: Und dann passiert das Netzwerken und das voneinander und miteinander lernen von ganz alleine.

00:30:54: Das ist einfach auch eine tolle Entwicklung!

00:30:55: Und mitzubeobachten freut mich, dass freut die Stiftung und das freut auch die Menschen, die dabei sind.

00:31:05: Am Ende profitieren die Betroffenen davon, also das muss man auch immer sagen.

00:31:11: Weil sie ja auch untereinander sich austauschen nochmal fragen Mensch wie macht ihr das denn?

00:31:17: Können wir uns dazu vielleicht auch noch mal in einem eins zu eins Gespräch austauschnen?

00:31:22: und das ist einfach auch dann immer ein schönes Gefühl auch damit nach Hause zu fahren dass man da einfach eine Ein gemeinsames Netzwerk irgendwie schafft und es auch eben noch weiter ausbaut.

00:31:37: Dann weiß man, dass man alles richtig gemacht hat.

00:31:40: Ich hoffe ich!

00:31:42: Du hast schon gesagt, dass du aber trotzdem mit Betroffenen in Kontakt kommst.

00:31:47: Gibt es Fälle die dir besonders in Erinnerung geblieben sind?

00:31:54: Ja tatsächlich.

00:31:57: Es gibt sogar zwei... Ich würde jetzt erstmal denen, der etwas weiter zurückliegt.

00:32:05: Du darfst von beiden erzählen?

00:32:07: Tatsächlich den Hintergrund dass die Familie am Gardasee war.

00:32:15: also sie waren im Urlaub mit dem Wohnwagen und der Mann hat dort vor Ort einen Schlaganfall erlitten und die Ehefrau hat sich dann an uns gewandt.

00:32:29: Ich habe dann mit ihr sehr lange telefoniert.

00:32:32: Sie war sehr aufgelöst, weil so viele Dinge irgendwie geregelt werden mussten.

00:32:36: auch der Wohnwagen musste ja irgendwie zurücktransportiert werden.

00:32:40: wie ist der Rücktransportländer übergreifend sag ich mal von Italien zurück in die Heimat?

00:32:49: Dann waren Schwierigkeiten mit der Versicherung und so viele offene Fragen.

00:32:57: Es war ein sehr langes, ein sehr intensives Gespräch und ich habe am Ende irgendwie das Gefühl gehabt.

00:33:05: Ich möchte jetzt gerne sie nicht mit einem weinen Auge aus diesem Gespräch entlassen sondern irgendwie noch mal versuchen irgendwas Positives zu ziehen einfach dass sie mit der Kraft und der Energie wieder zu ihrem Mann ins Krankenhaus fahren kann mit dem Camper am Gardasee gewesen und habe sie dann einfach gefragt, auf welchen Campingplatz sie denn ist.

00:33:35: Und dann war sie ganz erstaunt über diese Frage und hat angefangen zu lachen und hat gesagt, waren Sie auch schon mal hier?

00:33:45: Und dann hab ich gesagt ja!

00:33:47: Und zufällig waren wir dann auf dem selben Camping-Platz... Oh mein

00:33:51: Gott!

00:33:52: ...und es war so ein bisschen.

00:33:55: Wir kamen ins Gespräch über diesen Campingplatz.

00:33:58: Es war einer mit so Treppenstufen und man hatte einen schönen Blick auf den See, und ... Man merkte in ihrer Stimme und in ihrer Gefühlslage wie gerade ...

00:34:11: Du hast das Thema gewechselt!

00:34:14: Über ihr Gesicht huschte und es kam aus dem Lächeln wurde ein Lachen.

00:34:19: Und ich merkte irgendwann das Lachen wirklich so über den Telefonhörer.

00:34:25: Okay, irgendwie glaube ich haben wir jetzt zumindest gerade hier am Ende des Gesprächs einen Punkt der ihr jetzt wieder ganz kleines bisschen Zuversicht gibt.

00:34:36: Einfach weil sie kurz ein ganz anderen Blick hatte und aus der Situation rausgenommen wurde und dahin gezogen wurde wo sie eigentlich gerade Urlaub gemacht hat.

00:34:46: und wie dann stückweit auf das positive.

00:34:48: und irgendwie war da so ein ganz schönes Gespräch trotz vieler Tränen und vieler Unsicherheiten, Zweifel und Ängste.

00:34:58: Und wir sind beide mit einem Lachen rausgegangen und ich glaube das ist dann einfach auch was Schönes!

00:35:07: Wir haben danach noch mal telefoniert als sie wieder in Deutschland war.

00:35:09: also Ich habe so ein bisschen mit begleitet und es war eine ganz schöne Geschichte Und einfach nur, weil das Thema Camping uns in dem Moment so verbunden hat.

00:35:20: Er hat sie diese Verbindung auch gespürt und hat es ausgedrückt und das war irgendwie schön.

00:35:26: Ja also das ist mir auf jeden Fall in Erinnerung geblieben.

00:35:29: Da muss man natürlich auch einen Geschick für haben dieses Gespräch dann so zu lenken.

00:35:32: Aus dieser schlimmen Thematik um die natürlich auch deine Arbeit sich handelt und weshalb Sie ja auch angerufen hat dass man da nochmal den Bogen findet dass man nochmal das Gespräch positiv beendet.

00:35:48: In dem Moment kam mir irgendwie ganz spontan der Einfall, weil der Urlaub bei mir halt auch nicht lange her war und deswegen ist mir das einfach so spontan in den Sinn gekommen und ich habe es dann einfach angesprochen, weil ich dachte vielleicht kriegen wir darüber ja ein Stück weit noch mal so einen Turning Point im Gespräch und...

00:36:08: Das hat wirklich ein Zufall!

00:36:10: Ja genau, das war irgendwie dann ganz schön.

00:36:13: Und ja, der zweite Fall.

00:36:16: Das ist tatsächlich jetzt noch gar nicht lange her und er ist im Grunde auch noch in meinem Kopf weil er gerade auch noch anläuft ebenfalls ich weiß gar nicht was ich warum es bei mir immer die Geschichten sind mit Ausland zu tun haben.

00:36:35: In dem Fall war's eine Familie, die gar nicht weit auch von Gütersloh entfernt lebt und auch hier war es so dass der Mann im Ausland aber auf einem anderen Kontinent einen Schlaganzang hatte.

00:36:55: Im Gespräch ging eigentlich darum zu überlegen was Ja, was sind noch Möglichkeiten die man vor Ort irgendwie nochmal anbraunen kann?

00:37:04: Weil die Ehefrau war sich nicht sicher ob die Versorgung vor Ort auch was das therapeutische Angebot angeht wirklich so gut ist.

00:37:15: Sie war da irgendwie sehr verunsichert und hat dann viele Fragen in die Richtung gestellt.

00:37:20: Und auch hier habe ich versucht zu unterstützen und irgendwann kam wir auf die Thematik Wo leben Sie denn eigentlich hier in Deutschland?

00:37:30: Und ja, dann ergab es sich.

00:37:33: In dem Fall auch wieder ein bisschen zu weit glaube ich das ist halt eben gar nicht so weit von Gütersloh entfernt ist.

00:37:38: und dann habe ich sie mit oder hab gesagt, ich könnte mal einen Neurologen kontaktieren der bei uns in der Nähe ist, der regional beauftragter ist und vielleicht kann er einfach da nochmal vor Ort Kontakt aufnehmen und auch mit dem Mann Kontakt auf nehmen.

00:38:03: Und das ist tatsächlich dann auch so in die Tat umgesetzt worden, also ich habe sie zusammengebracht und ja mittlerweile nach Deutschland zurückgekehrt, ist dann direkt mit Unterstützung eben auch jetzt von dem Neurologen ins Klinikum dann eingeliefert worden.

00:38:27: Ist dann vor Ort nochmal komplett durchgecheckt worden und macht jetzt gerade seine Reha.

00:38:34: Ich habe gestern noch ein Update bekommen und also ich bin da mit dem regional beauftragenden Austausch, mache jetzt gerade eine Reha wird wahrscheinlich dann auch noch weiter durch den Neurologen hier in Deutschland mitbegleitet.

00:38:53: Und ja, das ist irgendwie auch so eine Geschichte die mir in Erinnerung geblieben ist oder die mir auch wahrscheinlich in meiner Erinnerungen bleibt weil ein Anruf dieser Familie ganz viel Zuversicht und positive Energie und dieses sich aufgefangen fühlen und begleitet wissen.

00:39:13: Das ist eben nach Schalkernfall oft auch eine Schwierigkeit, das ist ja auch der Grund warum wir mit unserem Schalker verlozen Projekt versuchen auch langfristig in die Regelversorgung zu gehen weil diese Schlaganfalllotsen eben genau auch diese langfristige Begleitung also ja ein Jahr nach Schlagan Fall übernehmen.

00:39:32: Je nach Schwere kann es das Schlaganfalls kann's auch kürzer sein, dann kommt auf den Lotsengrad an.

00:39:37: aber so grundsätzlich eben diese Begleitung und wir sagen oft durch den Versorgungsdschungel Ja, in dem Fall war es jetzt keine Lothin oder Lohze den ich vermittelt habe.

00:39:49: Weil das eben auch nur von den Kliniken ausgeht.

00:39:52: In dem Fall wars dann eben der Neurologe, der diese Familie begleitet aber hat da eben auch ganz viel Unterstützung angeboten.

00:40:02: Es ist ein besonderer Fall und es ist auch klar dass es nicht irgendwie was tagtäglich passiert ist mir auch vollkommen bewusst.

00:40:09: deswegen möchte ich das an dieser Stelle betonen.

00:40:12: Wir versuchen, alles möglich zu machen.

00:40:15: Wir können so gut es geht versuchen Kontakte zu vermitteln und helfen.

00:40:19: Die Stiftung darf keinen ärztlichen oder therapeutischen Rat geben in unserem Service-und Beratungszentrum.

00:40:25: das ist ganz wichtig dass man das weiß.

00:40:28: da wo wir können geben wir wirklich alles.

00:40:31: die Kolleginnen und Kollegen im Service- und Beratungzentrum recherchieren die haben eine wahnsinnige Fachexpertise die ich an der Stelle wirklich gerne noch mehr vorheben möchte also und vermitteln dann auch an Kollegen im Haus, da wo wir wissen dass dann noch mal eine besondere Fachexpertise zum Thema Pflege, Autofahren oder so vorliegt.

00:40:53: In dem Fall war es jetzt einfach auch mal eine Fügung das ist jetzt irgendwie zusammengepasst hat und in dem Fall der Familie über den Weg geholfen werden konnte.

00:41:05: was wirklich schön ist einfach auch wieder dieses Sinnstifende, das was wir am Anfang hatten.

00:41:13: Nicht jeder Tag ist gleich und jeder Tag bringt irgendwie neue Herausforderungen.

00:41:17: also es war auch ein herausforderndes Gespräch und es ist schön dann zu sehen wie sich so etwas entwickelt.

00:41:22: ja aber das sind zwei Geschichten die ich glaube Ja, an die ich gerne denke und die halt eben auch jetzt noch fortgesetzt werden wo ich auch ein Stück weit noch involviert bin was ganz schön ist.

00:41:34: Das ist natürlich nicht immer der Fall also man weiß manchmal eben dann nicht wie es weitergeht.

00:41:39: Manche melden sich aber auch nach einem halben Jahr nochmal einfach um so einen Update zu geben das auch immer schön ist.

00:41:47: Aber das ist natürlich... das ist dann eher Ausnahme.

00:41:50: Also im ersten Moment versuchen wir einfach Im Erstgespräch mit Grad und Hart zur Seite zu stehen uns unterstützen und geben da alle unser Bestmögliches.

00:42:02: Und das ist auch Aufgabe der Stiftung, da eben Aufklärungsrat und Hilfe zu leisten.

00:42:11: Das ist quasi in unseren Satzungszählen verankert, dass wir das tun – und das tun wir jetzt schon seit über dreißig Jahren – mit mittlerweile knapp forty-fünf Mitarbeitenden im Gütersloh für ganz Deutschland zuständig.

00:42:28: ist bei knapp zweihundertsiebzig Tausend Starkanfällen jährlich ja schon auch eine Hausnummer und absolut

00:42:37: da.

00:42:39: Da geben wir aber wirklich glaube ich alle sehr, sehr viel und sind dankbar dass wir unseren Job machen dürfen und eben auch in der Stiftung für dieses Thema irgendwie uns starkmachen und einsetzen Versorgungsstrukturen wirklich auch zu verbessern.

00:43:02: Also die Sturkunits, damit haben wir ja quasi angefangen, in dem Jahr three-neinzig als Lismonen uns gegründet hat.

00:43:11: also die Akutversorgung war da Schwerpunktthema und das hat sich jetzt im Laufe der Zeit natürlich einfach mehr in die Nachsorge und in die Rehaf verlagert weil die akut versorgen muss man sagen in Deutschland mittlerweile mit den Sturkkunits als Standard und auch telemedizinisch wirklich sehr gut aufgestellt ist.

00:43:29: Auch da gibt es Ausnahmen, die werden uns auch gespiegelt.

00:43:32: Keine Frage!

00:43:35: Das soll jetzt bitte auch nicht so rüberkommen dass da immer alles gut ist aber überwiegend und in Summe wenn man mal sieht wie viel Schwerkanfälle mittlerweile verhindert werden können weil einfach schnell gehandelt wird, weil schnell die Einsenz-Zwei gewählt wird schnell die passende Diagnostik durchgeführt werden kann, dass man da schon wirklich sehr, sehr deutlich deutliche Verbesserung einfach im Bereich der Akkuversorgung sieht.

00:44:09: Das kann man wirklich sagen.

00:44:11: und natürlich auch im Bereich Prävention machen wir viel eben auch Umschalkanfälle zu verhindern um

00:44:18: Auch aufzuklären.

00:44:19: Die Insidie wird zu verhindern, aufzukleren genau, ne?

00:44:22: Also deswegen das Thema Prävention ist auch ein großes Anliegen der Stiftung, dass im Zivoloch gar keinen Schlaganfall erst auftritt eben in Sinne entsprechender präventiver Maßnahmen.

00:44:35: Ja ich glaube du hast eure Arbeit sehr gut heute wieder gespiegelt und auch Projekte genannt die ihr durchführt.

00:44:41: es ist einfach ja ich wünsche jedem der betroffen ist dass er mit euch in Kontakt kommt, um einfach die richtigen Kontakte dann zu bekommen und das einem gut geholfen wird.

00:44:56: Also wenn ich einen Schlaganfall hätte würde ich mir wünschen mit euch im Kontakt zu kommen nach diesem Gespräch.

00:45:04: Das ist schön!

00:45:05: Wir tragen das gerne nach außen.

00:45:06: deswegen es ist auch schön, dass ich jetzt heute hier am Podcast einfach zu Gast sein durfte um auch ein bisschen über die Arbeit zu berichten um zu sagen, dass es uns gibt.

00:45:19: Ich denke, es gibt ja auch sowas wie Show-Notes in denen man einfach noch mal ein bisschen was verlinken kann also sowohl auf unsere Internetseite als auch die sozialen Medien so das man jederzeit mit Kontakt treten kann, um die Telefonnummer-Emailadresse für das Service und Beratungszentrum nochmal auch mit zu verlinken.

00:45:40: Dass ich das jetzt hier keiner parallel notieren muss, sondern dass wir es einfach noch mal dazu schreiben...

00:45:45: Das machen wir!

00:45:45: ...dass

00:45:45: man dann möglichst den Weg auch zu uns findet.

00:45:48: Ja vielen Dank!

00:45:50: Sehr gerne schön, dass du heute da warst und uns ein bisschen was berichtet hast.

00:45:55: Es war ein sehr angenehmes Gespräch mit

00:45:56: dir.

00:45:58: Danke!

00:45:58: Kann ich nur zurückgeben?

00:45:59: Vielen Dank und einen schönen Tag.

00:46:01: Danke auch so!

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